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Multiple Choice Tests – Objektives Instrument zur Wissensabfrage ?

Multiple Choice Tests genießen in Deutschland in der Regel keinen sehr guten Ruf. Vor allem im akademischen Umfeld wird diese Art der Prüfung oft geringschätzig betrachtet und gegenüber klassischen, schriftlichen Aufgaben als einfach und als oberflächliche Wissenskontrolle abgewertet. Gerechtfertigt ist diese Betrachtungsweise allerdings nur in Ausnahmefällen, denn wie bei allen Tests ist auch die Qualität von Multiple Choice Fragen in erster Linie von der Sorgfalt und der Erfahrung der Ersteller abhängig. Bei einer Vernachlässigung der grundlegenden Standards können Multiple Choice Tests deshalb in der Tat durch eine gute Kombinationsgabe ohne spezielles Wissen gelöst werden. Das gilt allerdings auch für schriftliche Prüfungen, die eine Lösung der Aufgaben durch geschickte Formulierung trivialer Kenntnisse erlauben.

Die Wahrscheinlichkeit lässt sich nicht überlisten

Oft wird behauptet, dass eine Auswahl nach dem Prinzip Multiple Choice Prinzip auch mit ausreichend Glück und ein wenig Überlegung gelöst werden kann. Diese Behauptung entbehrt jedoch jeglicher Grundlage, denn wie bei anderen Testverfahren wird auch bei vorgegebenen Antworten in erster Linie das Wissen abgefragt. Ein einfaches Beispiel ist eine Situation, in der fünf Fragen mit fünf verschiedenen Antworten vorgegeben werden. Falls alle Aufgaben mit entsprechender Sorgfalt erstellt wurden und somit keine direkten Rückschlüsse auf die Lösung möglich sind, besteht eine Wahrscheinlichkeit von lediglich 0,032 %, dass ein Teilnehmer alle Antworten errät. Sind sogar mehrere Antworten möglich, ist ein korrektes Ergebnis durch reines Raten praktisch ausgeschlossen. Bedingung ist allerdings, dass bei der Fragestellung ein entsprechender, einmaliger Aufwand erbracht wird, der mitunter denjenigen bei Aufgaben mit freien Antworten sogar überschreiten kann.

Erfahrung und gründliche Vorbereitung sind entscheidend

In jedem Fall gilt die alte Regel: Prüfungen machen Arbeit - und zwar sowohl dem Prüfer wie auch den Probanden. Multiple Choice Tests machen in diesem Punkt keine Ausnahme, verdrehen aber in gewissen Sinn die Vorzeichen. Denn während bei einem schriftlichen Test der größte Arbeitsanteil in der Korrektur besteht, erfordern Multiple Choice Fragen eine sorgfältige Vorbereitung, vereinfachen aber dafür die Auswertung deutlich. Nach der Erstellung lassen sich bestehende Tests jedoch leicht und schnell variieren, so dass im Unterschied zu einer schriftlichen Prüfung der Arbeitsaufwand nur ein einziges Mal erbracht werden muss. Bei dem Entwurf müssen in jedem Fall spezielle Punkte berücksichtigt werden, damit den Prüflingen kein Nachteil gegenüber den anderen Formen entsteht. Gute Beispiele für den optimalen Aufbau finden sich in den umfangreichen EvaExam Tutorials. Dazu zählt in erster Linie eine klare und unmissverständliche Aufgabe und ebenso eindeutige Antworten, die keine Interpretation durch kontroverse Ansichten oder mehrdeutige Vokabeln zulassen. So führt z. B. bei Sprachtests der Unterschied zwischen britischem und amerikanischem Englisch oft zu Antworten, die bei der strikten Korrektur eines Multiple Choice Tests selbst Muttersprachler durchfallen lassen würde.

Eine reiche Auswahl an Fragen als Grundlage

Das Verfahren ähnelt sich in jedem Fall, unabhängig davon, ob der Multiple Choice Test als Online Prüfung oder auf dem Papier durchgeführt wird. Zunächst wird ein möglichst umfassender Pool an Aufgaben entworfen, der generelle Verständnisfragen ebenso wie spezielles Wissen enthält. Die bestehenden Fragen werden dann nach einem zufälligen Algorithmus durchmischt und für jeden Test neu zusammengestellt, um der Gefahr einer schematisierten Lösung oder Manipulation zu begegnen. Aus diesem Grund ist eine möglichst reichhaltige Datenbasis notwendig, die eine weite Verteilung der Aufgaben über die unterschiedlichen Themenbereiche beinhaltet. Vorteilhaft für die Prüfer und Korrektoren ist besonders, dass sich die Basis im Laufe der Zeit permanent erweitert und sich dadurch das Fundament der Prüfung einfach vergrößern oder ergänzen lässt. Bei einem entsprechenden Bestand lassen sich außerdem einzelne Fragen oder ganze Teilbereiche übergreifend für verschiedene Kurse oder Einheiten verwenden, ohne dass eine zusätzliche Vorbereitung erforderlich ist.

Geeignete Software erleichtert die Planung und Korrektur

Das mit dem Bologna-Prozess standardisierte Prüfungssystem hat die Anzahl von benoteten Tests und den damit verbundenen Arbeitsaufwand stark erhöht. Der Multiple Choice Test bietet durch seine Funktionsweise das optimale Werkzeug, um innerhalb kurzer Zeit vielfältige und unterschiedliche Prüfung erstellen zu können. Neben der Formulierung der Fragestellung kommt dabei der Anordnung der Antwortmöglichkeiten eine hohe Bedeutung zu. Diese sollte einerseits nach dem Zufallsprinzip erfolgen, andererseits aber auch einer inneren Logik folgen. Falsche Lösungen - die sogenannten Distraktoren - sollten so platziert werden, dass naheliegende Alternativen aufeinander aufbauen und sich eine scheinbare Glaubwürdigkeit ergibt. Große Vorteile besitzen Multiple Choice Fragen bei der Korrektur. Bei einem Online Test kann diese sogar in Echtzeit erfolgen, so dass den Teilnehmern ihre Ergebnisse unmittelbar nach Abschluss des Tests präsentiert werden. Eine Prüfung auf Papier ermöglicht dank der automatischen Erfassung der Bögen per Scanner ebenfalls eine minimale Korrekturfrist.

 

Der Multiple Choice Test ist ein geeignetes Verfahren, um Fachwissen und den Kenntnisstand zielgerichtet zu überprüfen. Die einzige Einschränkung ist, dass er nicht in der Lage ist, kreative Eigenleistungen abzufragen. Für die Teilnehmer wie für die Prüfer bietet er zahlreiche Vorteile, die sowohl die Prüfungsgenauigkeit wie -gerechtigkeit betreffen. Eine automatisierte Erstellung und Auswertung über eine spezialisierte Software wie EvaExam gewährleistet einen hohen Komfort und einen minimalen Zeitaufwand, ohne die Ergebnisse zu beeinträchtigen. Im Gegensatz zu frei formulierten Antworten besitzt der Multiple Choice Test eine deutlich höhere Genauigkeit, die keinen Raum für mehrdeutige Interpretationen bietet.

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